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Quartiersmanagement Helmholtzplatz



Quartiersmanagement?

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Aufbau bewohner-
getragener Strukturen

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management

Projekte
 

 

Ergebnisse

Nach sechs Jahren Quartiersmanagement im Gebiet Helmholtzplatz sind viele kleine und große Projekte realisiert und Netzwerke entstanden. Vieles brauchte einen langen Atem, aber für die Bewohner des Kiezes hat sich im Gebiet einiges getan.
So ist es gelungen, den Wegzug gerade von Familien zu stoppen und das Zugehörigkeitsgefühl der Anwohner zum Kiez wieder zu stärken. Die Bevölkerungszahl ist seit 1999 um 10% auf 21.500 Einwohner gestiegen. Fast 50 % der Anwohner sind im Alter zwischen 18- und 35 Jahren. Kinder unter 6 Jahren nehmen stetig zu.
Verbesserung des Wohnumfeldes
Mit der Neuanlage bzw. Erneuerung von Grün- und Spielflächen, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Schulwegsicherung und verstärkten Pflege von Grünanlagen gibt es für die Bewohner sichtbare und positive Veränderungen.

Dabei kam der Umgestaltung des Helmholtzplatzes eine große Bedeutung zu. Mit der Aufnahme der Straßensozialarbeit und der Schaffung zusätzlicher Angebote im Umfeld des Platzes konnte seit Anfang 2001 eine deutliche und wahrnehmbare Entspannung der konfliktträchtigen Situation auf dem Platz erreicht werden.

Qualifizierung der sozialen und kulturellen Infrastruktur
Neben der baulichen Erneuerung und Aufwertung der sozialen Infrastruktur standen der Aufbau von Kooperationen sowie die Unterstützung der pädagogischen Arbeit im Mittelpunkt. Projekte zur Verbesserung der Ausstattung und der inhaltlichen Angebote an der Thomas-Mann-Grundschule, Präventionsprojekte gegen Gewalt und Drogengebrauch oder der Einbau einer Kinderküche in einer Kita wurden gefördert.
Aus einer ehemaligen Schule wurde das Kinder- und JugendKulturZentrum EliasHof. Hier haben sich das Medienzentrum, das Kinder- und Jugendtheater Murkelbühne, das MACHmit!-Museum für Kinder, die Musikschule, die Kinderbibliothek und der Technikpool unter einem Dach zusammengefunden. Ein Kiezbüro befindet sich im Vorderhaus.

In der neu umgebauten Tanzhalle finden zahlreiche Workshops und Tanzveranstaltungen statt.

Im August 2003 zog das MachmitMuseum für Kinder in die umgebaute Eliaskirche. Entstanden ist eine Welt für Kinder und Erwachsene mit immer neuen Entwicklungsmöglichkeiten. Malen, Basteln oder Forschen, Klettern, Toben und Verstecken alles ist hier möglich. Inzwischen ist das MachmitMuseum zu einem festen kulturellen und sozialen Anlaufpunkt für Familien aus dem Kiez und darüber hinaus geworden.

Schüler der Klassen 5a und 5b der Thomas–Mann-Grundchule haben mit Zeichenbrettern „ihr“ Quartier erforscht und abgebildet. Entstanden ist ein kindgerechter Kiezplan, auf dem öffentliche und private Orte markiert sind, die von Kindern und Jugendlichen möglichst umsonst genutzt werden können.
Eine Kinderhand als Symbol markiert die Orte und erinnert die Bevölkerung an ihre Mitverantwortung für eine Umgebung, in der sich Kinder und Jugendliche zuhause fühlen können. Der Stadtplan ist dabei gleichzeitig ein Spielplan, bei dem die Kinder und Jugendlichen allerlei Phantasie bewiesen haben, um ihre Umgebung darzustellen.

Stärkung der lokalen Ökonomie
Im Bereich der Lokalen Ökonomie war die Vernetzung, Stabilisierung und Qualifizierung von Einzelhändlern und Gewerbetreibenden im Gebiet ein wichtiges Ziel. Das Projekt „WerkStart“ unterstützte junge Gründer und Unternehmer mit einer einfallsreichen und spannenden Geschäftsidee. 30 Existenzgründer haben sich im Gebiet um den Helmholtzplatz angesiedelt. Der jährlich stattfindende „Schöne November“ zieht als Tag der offenen Tür der ansässigen Ateliers, Handwerker und Gewerbe berlinweit Interessenten in das Gebiet. 84 Teilnehmer mit über 50 Veranstaltungen und 41 Ausstellungen sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.
Der Service Info Treff Wirtschaft & Arbeit (SIT) bündelt Angebote im Bereich wirtschaftsnaher Dienstleistungen. Der SIT hat sich als Anlaufstelle für Kleinst- und Kleinunternehmer, Existenzgründer und Ausbildungssuchende etabliert.

Projekte wie die Projektwerkstatt 74- 75 richten sich an arbeitslose und schwer erreichbare junge Menschen, um sie für eine berufliche Qualifizierung zu motivieren oder für eine Beschäftigung zu befähigen. 21 Teilnehmer können in einer Zeit von 6 Monaten in den Gewerken Elektrotechnik, Holztechnik, Metallbau und Zweiradtechnik fachspezifische Kompetenzen und praktische Erfahrungen erlangen. Fachtheoretische Kompetenzen und schulisches Basiswissen werden vermittelt. Am Ende steht eine gemeinsam entwickelte Vorstellung über die Art der beruflichen Qualifizierung.

Aufbau von Nachbarschaften und Vernetzung der Akteure

In erster Linie sind es kleine Projekte die nachbarschaftliche Kontakte ermöglichen. Mit Hilfe des Aktionsfonds konnten Begrünungsmaßnahmen in Höfen, Hof- und Straßenfeste und Theaterprojekte unterstützt werden. Aktionen wie die „Kiezportraits“, Fotowettbewerbe. Malwettbewerbe mit Kindern oder die Gründung eines Tauschrings lassen Kommunikation entstehen und fördern den Zusammenhalt im Kiez.

Projekte wie die kiezbezogene Dauerausstellung Zimmermeister Brunzel - Bauen und Wohnen in Prenzlauer Berg um 1900" macht die Geschichte des Gebietes für alle Bewohner und Besucher sichtbar und erfahrbar und trägt zur Identifikation mit dem Kiez bei.

 



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