Das
rd. 86 ha große Gebiet rund um den Helmholtzplatz im Bezirk Pankow, Ortsteil
Prenzlauer Berg, zählt zu den am dichtesten bebauten Gebieten Berlins mit einer
weitgehend geschlossenen gründerzeitlichen Wohnbebauung und eingestreuten Standorten
der sozialen Infrastruktur. Umschlossen wird das Gebiet von der Schönhauser
Allee, der Danziger Straße, der Prenzlauer Allee und der Wichertstraße. Stadträumlich
liegt das Quartier Helmholtzplatz zentral in unmittelbarer Nähe zur City Ost.
1999 wurde das Gebiet um den Helmholtzplatz als Quartiersmanagement mit dem
Status „Verdachtsgebiet“ festgelegt. Einer möglichen Negativentwicklung sollte
entgegen gesteuert werden.
Bestimmt wurde das Image des Gebietes sehr stark durch die sozialen Probleme
und Nutzungskonflikte auf und im unmittelbaren Umfeld des Helmholtzplatzes.
Defizite bei der Ausstattung mit sozialer und kultureller Infrastruktur, Mängel
im Wohnumfeld, eine hohe Fluktuation der Gebietsbevölkerung mit gleichzeitigem
Verlust von sozialen und nachbarschaftlichen Zusammenhänge sowie der Fortzug
von Familien mit Kindern waren weitere Gründe für die Festlegung.
Das Quartiersmanagement
Bis Ende 2005 war die S.T.E.R.N GmbH als Quartiersmanager für das Gebiet Helmholtzplatz
beauftragt. Ziel war es, gemeinsam mit Bewohnern, Gewerbetreibenden, sozialen
Einrichtungen, Akteuren und Initiativen die Wohn- und Lebensqualität im Gebiet
zu steigern und zu einer Stabilisierung beizutragen.
Durch unterschiedliche Formen der Bürgerbeteiligung wie Open Space, Zukunftswerkstätten
und thematischen Arbeitsgruppen konnten Kommunikation aufgebaut, Netzwerke gestärkt,
und die Handlungsschwerpunkte für die Quartiersentwicklung gemeinsam entwickelt
werden.
Dabei hatte die Verbesserung des Wohnumfeldes, die Qualifizierung
der sozialen und kulturellen Infrastruktur, die Stärkung der Lokalen Ökonomie
sowie der Aufbau von Nachbarschaften und die Vernetzung der Akteure eine hohe
Priorität.