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Die Erneuerung des Helmholtzplatzes:
Ziel der Erneuerung der einzigen größeren Grünfläche im Gebiet um den Helmholtzplatz war es, den Platz für die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen zu gestalten.
Dabei wurde schrittweise unter Beteiligung der Anwohner vorgegangen.
Platzhaus
Trafohaus
Lehmbauaktion
Windmobilé
Gemeinsam entwickelten von Januar bis Juni 1999 Anwohner, Politiker, Träger der Jugendhilfe und Sozialarbeit, Schulen und Kindertagesstätten sowie die zuständigen Ämter ein Gesamtkonzept für den Platz: "Ein Platz für Alle"
sollte entstehen, der ein Nebeneinander der unterschiedlichen Bedürfnisse ermöglicht und Raum für gemeinsame Aktivitäten bietet.
 Eröffnung Helmholtzplatz Sommer 2000 |
Besondere Berücksichtigung fanden die Bedürfnisse von Kindern
und Jugendlichen. Zunächst wurde der Spielbereich auf der westlichen Platzhälfte
umgestaltet. Ein naturnaher Kleinkinder-Spielplatz, ein Ballspielplatz für ältere
Kinder sowie Bereiche und Treffpunkte mit Tischtennisplatten für Jugendliche
wurden neu geschaffen. Dieser Teil des Platzes wurde im Herbst 2000 mit einem
Fest eröffnet.
 Eröffnung der 2. Platzhälfte |
Hier laden seit Juli 2001 Liegewiesen und Ruhebänke zum pausieren
ein - mitten im geschäftigen Trubel des Kiezes entstand hier für die Bewohner
eine grüne Oase, die von Frühling bis weit in den Herbst von allen Generationen
intensivst genutzt wird.
Mit der abschließenden Gestaltung der Mittelpromenade wurden die
baulichen Maßnahmen abgeschlossen. Heute ist der Helmholtzplatz tatsächlich
ein "Platz für Alle" - hier tummeln sich alle Generationen und Bewohner
aller sozialen Gruppen. Der neue Helmholtzplatz ist heute zentraler Treff- und
Identifikationspunkt des Gebietes. Nun gilt es für uns alle, den Platz so schön
zu erhalten wie er derzeit ist.
Das Platzhaus
Das PlatzHaus wurde renoviert und erhielt eine Terrasse. Seit
der baulichen Fertigstellung bietet das PlatzHaus Anwohnern, Trägern und Initiativen
die Möglichkeit eines nachbarschaftlichen Zentrums: hier finden Veranstaltungen
für alle Generationen statt und es besteht die Möglichkeit, das Platzhaus für
eigene private Veranstaltungen zu mieten.
Das Trafohaus
Nach dem Umbau des ehemaligen Transformatorenhauses konnte auch
dieses Gebäude einer neuen Nutzung übergeben werden. Das Angebot eines Kinderfashionladens
mit Aktionsgalerie trug maßgeblich zur Belebung des Platzes bei. Bei jedem Wetter
locken der kleine Indoor-Sandkasten und die verschiedensten Bastelangebote die
Jüngsten und ihre Eltern in das denkmalgerecht sanierte Trafohaus.
Lehmbauaktion und andere Aktivitäten
auf dem Helmholtzplatz
 Lehmbauaktion 2001 |
Seit 1996 findet fast jedes Jahr im Frühling die Baukunstaktion
"Lehmwörkeln" auf dem Helmholtzplatz statt. Kinder und Erwachsene
können kreativ den Platz mit Kunst- und Bauwerken aus Lehm gestalten. Auf dem
Aktionsplatz des Helmholtzplatzes entstehen innerhalb weniger Tage bis drei
Meter hohe begehbare Figuren und Bauwerke. Ebenso auch kleine Kunstwerke, die
jeder nach dem Trocknen mit nach Hause nehmen kann.Organisiert und fachkundig
geleitet wird die Veranstaltung durch den "Bunte Kuh e.V." aus Hamburg.
Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung "Lehmwörkeln" durch
das Quartiersmanagement aus Mittel des Förderprogramms "Soziale Stadt"
und aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements Helmholtzplatz..
Außerdem hat sich der Helmholtzplatz auch für viele andere Veranstaltungen
für Kinder und Jugendliche etabliert, wie zum Beispiel die "Sportaktion"
(Fuß- und Federball-, sowie Tischtennis-Turniere), das Sommer- und das Drachenfest.
Windmobilé
"Spurensuche"
 Das Windmobilé im Modell |
Der Künstler Karsten Kunert beantragte die Förderung für die Installation
der Großskulptur "Windmobilé" auf dem Helmholtzplatz aus dem Quartiersfonds.
Die Grundidee des Mobilés lehnt sich an den Baum als Symbol einer Dorfgemeinschaft
an. Wie die Dorflinde sollte das Mobilé als Treffpunkt und Kommunikationsort
für den Helmholtzkiez dienen. Dazu griff der Künstler verschiedene Elemente
bei der Gestaltung der Skulptur auf und bezog die Anwohner aktiv in den Fertigungsprozess
mit ein: Mit Hand- und Fußabdrücken hinterließen sie persönliche "Spuren"
auf dem Sockel und den Segeln des Mobilés, die sich wie Schnitzereien in der
Baumrinde auch noch nach Jahren wiederfinden lassen.
Nach einer Vorbereitungs- und Abstimmungsphase wurde im Juni und Juli 2002
im Durchgangsbereich Schliemannstrasse auf dem Helmholtzplatz das Mobilé installiert.
Im Rahmen einer zweitägigen Aktion lud der Künstler Anwohner und Nutzer des
Platzes ein, an der Gestaltung aktiv teilzuhaben und "Spuren" zu hinterlassen.
In die Bodenplatten der Skulptur setzten Anwohner die Abdrücke ihrer Füße in
den noch feuchten Beton und ritzten ihre Initialen daneben ein. Auch die Plexiglassegel
bedruckten die Anwohner mit Handabdrücken, kurzen Kommentaren und ihrer Signatur.
Die Beteiligung und der Spaß an der Aktion, vor allem für Kinder, waren sehr
groß. Am 30. Juli 2002 weihte der Künstler zusammen mit allen beteiligten Akteuren
und Anwohnern die Skulptur ein.
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